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Auf den Spuren von C. G. Jung
In Search of C. G.Jung
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Maja Storch: Interview
... Frau Storch, warum werden im Moment so viele Menschen auf die Tiefenpsychologie aufmerksam?
(lacht) Ja, das ist sehr schön für uns JungianerInnen. Man kann von einer wahrhaftigen Renaissance des Unbewussten sprechen! Dies liegt aus meiner Sicht an zwei Komponenten: an den Ergebnissen der Neurobiologie und an den Forschungen zu automatischen, unbewusst verlaufenden Prozessen in der akademischen Psychologie.
Können Sie uns das erläutern?
Gerne. Die Tiefenpsychologie hatte aus der Sicht der Wissenschaft lange Jahre grosse Mühe damit, das Unbewusste empirisch erforschbar zu machen. Über Fragebogenverfahren wurde man seiner nicht habhaft, denn das Unbewusste ist ja per definitionem dem Menschen nicht bewusst und darum kann er auch keine Auskunft darüber geben. Darum wurde es in der akademischen Psychologie ausgespart, um nicht zu sagen tabuisiert. Die Neurobiologie hat dabei geholfen, die Existenz unbewusster Prozesse empirisch nachzuweisen. Damit ist das Unbewusste jetzt auch an den Universitäten salonfähig geworden. Aber auch die akademische Psychologie war nicht untätig in den letzten Jahren...
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Mathias Jung:
Mein Charakter - mein Schicksal?
C. G. Jung´s aufregende Studie "Psychologische Typen"
... Hier wäre, mit C. G. Jung zu sprechen, "Schattenarbeit" notwendig. Der Schattenbereich unserer Seele ist, pathetisch gesprochen, unsere Hölle" und unser Himmel". Hier hausen Aggression, Heuchelei, Minderwertigkeitskomplex, Lüsternheit, Zwanghaftigkeit, aber auch nicht entwickelte Anlagen und Begabungen. Der Schatten ist dunkle Energie, aber auch das bislang nicht gewagte Schöpferische in uns. Der Schatten ist wie die dunkle Seite des Mondes, aber auch sie hat, wie wir seit der Aufklärungsarbeit der planetarischen Sonden wissen, ihre faszinierenden Berge, Krater und Tiefebenen. Der Schatten stellt die das Ich ergänzenden dunklen Anteile, aber auch das positiv komplementäre und virtuelle, noch nicht Verwirklichte meiner Persönlichkeit dar. Diesen Schatten nehmen wir im Alltag nicht gerne wahr...
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Ursula Bernauer:
Totentexte aus dem alten Ägypten
Wegweiser in die Lebenserneuerung
... Keine Kultur der Welt hat sich in so ausschließlicher Weise mit Tod und Lebens-erneuerung befasst wie die altägyptische. Der Lauf der Sonne mit ihrem Auf- und Niedergang, das Steigen und Fallen des Nils und das Leben mit der Wüste, in der alles Leben erstirbt, wurde den Ägyptern zu Symbolen für das eigene Werden und Vergehen. Ihre Hoffnung richtete sich darauf, für immer an der Seite der Sonne zu sein und nach dem Tod in einer verklärten, unvergänglichen Existenz weiterzuleben. Das Grab ist für den Ägypter ein machtvoller Ort, von dem du auferstehst". In der Tat beziehen wir unser ganzes Wissen über die ägyptische Religion aus ihren Gräbern.
Dort begegnen wir der Himmelsgöttin Nut, die sich mit ihrem sternenübersäten Leib über die Erde beugt und am Abend den Sonnenball verschluckt, um ihn am Morgen aus ihren Schenkeln neu zu gebären...
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Gustav Dreifuss: Der Künstler im kreativen Prozess
der Jung´schen Analyse
... Der analytische Prozess ist kreativ. Der Analytiker und der Analysand beziehen sich auf das Unbewusste, das sich in Symbolen darstellt, die beispielsweise in Träumen auftreten. Die Haltung und Einstellung zum Unbewussten ist deshalb kreativ, weil es sich auf Kräfte und Ebenen bezieht, die jenseits des bewussten Ichs liegen und die in Richtung auf Integration arbeiten.
Es besteht eine allgemeine Anstrengung des Analytikers und des Analysanden gemeinsam eine Transformation der Persönlichkeit zu erreichen, Hindernisse zu beseitigen. Das sind z.T. neurotische Störungen, die viel Energie verbrauchen, um negative, zerstörerische Aktivitäten hervorzubringen.
Neben der Analyse des unbewussten Materials, das in den Träumen auftaucht, gibt es auch die Möglichkeit ,dass der Analysand sich in Malereien, Skulpturen, Tanz oder auch in schriftlicher Form ausdrückt...
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